HOMEOFFICE-HOMESCHOOLING-HOMECRASHING

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Familienmanagement in Zeiten von Corona ist kein Kinderspiel!

Urplötzlich ist alles anders.

Alles was vorher gut verteilt war, trifft sich nun seit Wochen vermehrt daheim. Es gibt weniger Bürozeit, weniger Schule, noch weniger Kita, aber dadurch für alle unvermeidbar – mehr Stress.

Die eigenen Ressourcen werden knapper, der persönliche Ausgleich auch.

Sicher gibt es einiges Gutes, aber auch einiges was uns fordert.

Jeder erlebt dies anders. Mutter, Vater, Kinder, Oma….

Jeder mag seine Sicht und seine Meinung dazu haben.

Jeder seine Bedürfnisse.

Was jedoch für alle gleich ist:

Vieles ist nicht mehr so, wie es vorher war. Wir leben in einer neuen familiären Mischung. In manchen Momenten vielleicht in einer explosiven Mischung.

Familien müssen jetzt ein neues Konzept für sich entwickeln. Am besten schnell, damit es sich für alle gut miteinander leben lässt.

Ein guter Anfang ist es, den neuen Rahmen aktiv miteinander zu besprechen! Sich Zeit zu nehmen, nicht erst dann, wenn die Türen knallen oder jemand lauter wird, sondern in ruhigen Momenten die Veränderung gemeinsam betrachten.

Hierfür schlage ich euch das Regenbogenspiel vor:

Das Regenbogenspiel – Ein Familienspiel um sich miteinander zu verbinden

Material:

Bunte Zettel in den Farben rot, gelb, grün, blau (6 Stück jeder Farbe pro Person)

Eine große Pappe oder ein sehr großes weißes Blatt

Ein Klebestift

Vorbereitung:

Zu Beginn erhält jeder ein paar Notizkärtchen, auf denen er seine Antworten, farblich passend, zu den unteren vier Fragen notiert. Kleinere Kinder können Symbole malen oder die Großen schreiben ihre Antworten auf. Bitte darauf achten, dass die Sicht des Kindes so gut wie möglich erhalten bleibt. Wenn jemand weniger Karten braucht, ist das nicht schlimm. Lasst euch Zeit dabei eure Antworten zu finden.

Was ist jetzt mit Corona anders? – rote Karten

Was gefällt Dir? – gelbe Karten

Was findest Du nicht gut? – grüne Karten

Was brauchst Du jetzt? – blaue Karten

Der Ablauf:

Die beschriebenen Notizkarten werden verdeckt zur Seite gelegt. Das jüngste Kind beginnt und darf einen seiner Zettel auswählen, den es laut vorliest oder seine Antwort frei dazu erzählt. Alle hören zu! Es dürfen nur Verständnisfragen gestellt werden. Bewertungen oder Diskussionen sind tabu. Nachdem der Punkt fertig vorgestellt wurde, klebt das Kind seinen Zettel auf die große Pappe. Die bunten Zettel werden dabei in farblich passenden, gebogenen Reihen, in Form eines Regenbogens aufgeklebt. Dann ist reihum der nächste Spieler dran. Er stellt seinen Punkt vor und klebt danach ebenfalls seinen Zettel auf. So entsteht nach und nach ein schöner Regenbogen.

Ziel des Spiels:

In dem Spiel geht es in erster Linie darum, einander zuzuhören, miteinander in Kontakt zu kommen und über die neue Situation zu sprechen. Die Spieler erleben: Für uns alle hat sich etwas verändert. Es geht hier nicht darum zu diskutieren oder zu bewerten. Es ist wichtig, dass alles nebeneinander stehen bleiben darf. Jeder hat seine Sicht, seine eigenen Bedürfnisse.

Neben dem gemeinsamen Austausch entsteht außerdem ein verbindendes Symbol – Der Regebogen. Diesen kann man natürlich auch prima irgendwo aufhängen!

Für Kinder ist es häufig einfacher, kreativ und spielerisch ins Gespräch zu kommen. Aber auch Erwachsene können sich mit einem kreativen Bogenschlag meist einfacher öffnen. Da sich die Situation für viele Familien sehr plötzlich verändert hat, ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen, um über die Veränderung ins Gespräch zu kommen. In Krisensituationen neigen wir häufig dazu zu funktionieren und überfordern uns sehr schnell. Miteinander zu reden ist der Anfang für ein mehr an Verständnis in einem neuen, gemeinsamen Alltag.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei!

Yvonne Keßel

 

 

 

 

 

 

 

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